Untergrund bestimmen: welche Wand habe ich eigentlich?
Bevor irgendetwas an die Wand kommt, muss klar sein, womit man es zu tun hat. Diese Tests brauchen kein Werkzeug.
Der Fingertest
Mit dem Finger fest über die Wand streichen. Bleibt Staub oder Farbe haften, ist der Untergrund sandend und für Klebelösungen ungeeignet.
Der Magnettest
Einen Kühlschrankmagneten an die Fläche halten. Haftet er, ist der Untergrund ferromagnetisch und Magnetlösungen kommen infrage. Das gilt vor allem für Türzargen und Heizkörper.
Der Klopftest
An die Wand klopfen. Klingt es hohl, handelt es sich meist um Gipskarton oder eine Vorsatzschale. Das ist für Klebelösungen unkritisch, für Deckenspanner dagegen entscheidend.
Der Struktur-Blick
Sichtbare Fasern deuten auf Raufaser, eine glatte Oberfläche auf Vlies- oder Papiertapete. Die Struktur bestimmt, wie viel Kontaktfläche ein Klebestreifen tatsächlich bekommt.
Der Wassertropfen-Test
Ein Tropfen Wasser auf die Fläche. Zieht er schnell ein, ist der Untergrund saugend. Perlt er ab, ist die Oberfläche versiegelt und gut für Klebeverbindungen geeignet.
Checkliste
- Fingertest auf Sandung
- Magnettest für Magnetlösungen
- Klopftest auf Hohlräume
- Struktur der Oberfläche beurteilen
- Wassertropfen-Test auf Saugfähigkeit
Häufige Fragen
Was mache ich bei sandendem Putz?
Klebelösungen scheiden dort aus. Sinnvoll sind Klemmsysteme oder freistehende Möbel, die den Untergrund gar nicht brauchen.
Keine eigenen Produkttests, keine Testsiegel, keine Preisangaben. Herstellerangaben haben immer Vorrang.